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Silber auf dem Weg zum Allzeithoch? 40 $ geknackt – kommen bald die 50 $?

Silber ist zurück im Rampenlicht: Nach einem fulminanten Ausbruch des Goldpreises zieht auch Silber kräftig nach und überschreitet erstmals seit 2011 wieder die Marke von 40 US-Dollar. Florian Grummes zeigt, warum der Markt nicht nur von kurzfristigen Kursbewegungen lebt, sondern sich durch die Energiewende und den Technologiesektor grundlegend gewandelt hat. Steht Silber jetzt vor einem Höhenflug bis an die alten Rekordstände?

Gold als Taktgeber der Edelmetallmärkte

Florian Grummes erklärte, dass sich am Goldmarkt in den vergangenen zwei Wochen ein entscheidender Ausbruch vollzogen habe. Nach einem finalen Sommertief bei 3.311 US-Dollar habe der Preis eine dynamische Aufwärtsbewegung begonnen. Als entscheidenden Impuls bezeichnete er das jährliche Notenbanktreffen in Jackson Hole, das dem Markt die nötige Initialzündung für den Bruch wichtiger Widerstandsmarken geliefert habe.

Im Anschluss hätten die Goldnotierungen die monatelang verteidigte Widerstandszone zwischen 3.400 und 3.450 US-Dollar überwinden können und seien in kurzer Zeit auf ein neues Rekordhoch bei 3.578 US-Dollar gestiegen. Erst knapp unterhalb dieser Marke habe der Markt zuletzt eine Atempause eingelegt. Nach Einschätzung von Grummes müsse nach solch kräftigen Anstiegen mit Rücksetzern gerechnet werden, doch bleibe die übergeordnete Trendrichtung klar positiv. Parallel zu dieser Entwicklung habe auch Silber einen markanten Preissprung verzeichnet. Vom Sommertief bei 36,96 US-Dollar sei der Kurs in nur zwei Wochen um 12,2 % gestiegen und habe erstmals seit 2011 wieder deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 40 US-Dollar notiert.

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Wandel vom Anlage- zum Industriemetall

Grummes betonte, dass sich die Rolle von Silber in den vergangenen Jahren grundlegend verändert habe. Während das Metall früher vor allem in Münzen und in der Fotografie Verwendung gefunden habe, liege der Schwerpunkt heute in industriellen Anwendungen.

Die Daten des Silver Survey 2025 verdeutlichten diesen Strukturwandel. Mit 270 Millionen Unzen sei die Elektronik- und Elektroindustrie der größte Verbraucher geblieben. Damit habe Silber seinen festen Platz in Smartphones, Computern, Fahrzeugen und digitaler Infrastruktur. Besonders eindrücklich sei der Photovoltaik-Sektor: Seit 2016 habe sich die dortige Nachfrage mehr als verdoppelt und liege nun bei rund 196 Millionen Unzen. Auch in anderen industriellen Bereichen wie Medizintechnik und Spezialchemie sei die Nachfrage um fast 20 % gestiegen.

Demgegenüber hätten traditionelle Anwendungsfelder weiter an Bedeutung verloren. Die Fotografie sei um mehr als 30 % eingebrochen und spiele nur noch eine Nebenrolle. Auch die Nachfrage nach Münzen und Barren habe im Verlauf der vergangenen neun Jahre leicht nachgegeben. Nach Einschätzung von Grummes sei Silber damit nicht länger im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne zu sehen, sondern habe sich als industrieller Schlüsselrohstoff etabliert. Insbesondere für Elektrifizierung, digitale Vernetzung und erneuerbare Energien sei das Metall unverzichtbar geworden.

Silver Demand, Projected Shofts in global demand, vom 01. September 2025. Quelle: Mining Visuals

Neue Impulse aus der Investment-Nachfrage

Neben der Industrie könnten laut Grummes künftig auch Investoren wieder verstärktes Interesse an Silber entwickeln. Er verwies darauf, dass die saudische Zentralbank erstmals Silber sowie börsengehandelte Silberminenfonds (ETFs) erworben habe. Mit einem Volumen von rund 40 Millionen US-Dollar sei der Kauf zwar vergleichsweise klein, doch könne er Signalwirkung haben. Nach Ansicht von Grummes sei dies ein möglicher Hinweis auf einen beginnenden Paradigmenwechsel, da Notenbanken bisher fast ausschließlich Gold als Reserve bevorzugt hätten.

Dieser Schritt könne daher die Diskussion anstoßen, ob Silber künftig stärker als Investment und Währungsreserve wahrgenommen werde. Eine wachsende Investment-Nachfrage hätte das Potenzial, den Markt zusätzlich zu stützen und die laufende Preisrally weiter zu befeuern.

Charttechnische Lage und kurzfristige Szenarien

Grummes beschrieb, dass Silber seit dem Paniktief Ende März bei 28,31 US-Dollar in einer klaren Aufwärtsbewegung stehe. Die Käufer hätten den Markt fest unter Kontrolle und dabei Widerstandsmarken bei 35, 37,50 und schließlich 40 US-Dollar überwunden. Zwischenzeitliche Rücksetzer hätten sich stets als kurzlebig erwiesen.

Der Tageschart zeige jedoch, dass der Preis zuletzt bei 41,47 US-Dollar an ein Widerstandsband gestoßen sei, das bereits im Juni und Juli den Anstieg gebremst habe. Kurzfristig sei daher ein Rückgang bis knapp unter 40 US-Dollar durchaus möglich. Sollte es den Käufern jedoch gelingen, den bestehenden Keil nach oben zu durchbrechen, könnten Kursziele im Bereich von 50 US-Dollar bereits im September oder bis Mitte Oktober erreicht werden. Grummes hob hervor, dass die Tagesstochastik in einen sogenannten eingebetteten, besonders bullischen Zustand gewechselt sei. Auch der Goldmarkt weise ein ähnliches Setup auf. Daraus leitete er ab, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Rally erheblich gestiegen sei.

Silber in US-Dollar, Tageschart vom 05. September 2025. Quelle: Tradingview

Ausblick für die kommenden Wochen

Nach Einschätzung von Grummes sei die Ausgangslage sowohl für Gold als auch für Silber weiterhin ausgesprochen positiv. Beim Goldpreis könnten die nächsten Ziele bei rund 3.750 und 4.000 US-Dollar liegen, wenngleich auch Rücksetzer auf 3.500 oder sogar bis in die Zone zwischen 3.450 und 3.400 US-Dollar einkalkuliert werden müssten. Für Silber sehe er trotz der überkauften Situation weiteres Potenzial. Zwar könnten kurzfristige Konsolidierungen eintreten, diese dürften seiner Ansicht nach jedoch nur von kurzer Dauer sein. In den kommenden Wochen wären Kursziele von etwa 45 bis 50 US-Dollar durchaus erreichbar, wenn die Bullen den Markt weiter dominieren würden.

 

©Florian Grummes & Gold.de
Quelle: Gold.de
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