Ghana verschiebt Entscheidung zur Lithium-Minenlizenz

Parlament prüft Rahmenbedingungen für Bergbau neu
Wie Atlantic Lithium mitteilte, sei die geplante Ratifizierung der Bergbaulizenz aktuell nicht Gegenstand der parlamentarischen Agenda. Begründet wurde dies mit laufenden Beratungen über das nationale Bergbaurecht und über die zukünftige Ausgestaltung der Lizenzabgaben. Die bereits im Oktober 2023 erteilte Lizenz bleibt bestehen. Für den operativen Start der Mine ist in Ghana jedoch eine parlamentarische Ratifizierung erforderlich, die den letzten formellen Schritt im Genehmigungsverfahren darstellt.
Unternehmen bekräftigt Bereitschaft zur Zusammenarbeit
Das Management erklärte, dass man weiterhin in einem konstruktiven Dialog mit der Regierung stehe. Ziel sei es, gemeinsam Regelungen zu entwickeln, die sowohl die Interessen der Anteilseigner als auch die langfristige wirtschaftliche Entwicklung Ghanas unterstützen. Man rechne damit, dass die Ratifizierung im Zuge des parlamentarischen Prozesses erfolgen könne, und begleite diesen aktiv.
Das Ewoyaa-Projekt ist das derzeit am weitesten entwickelte Lithiumvorhaben des Landes. Es soll Ghana zur ersten Produktion von Lithium verhelfen. Bereits im Jahr 2024 wurden zentrale Genehmigungen erteilt, darunter die Umweltzulassung im September sowie die Betriebsgenehmigung im Oktober. Die vorangegangenen Prüfverfahren umfassten unter anderem öffentliche Anhörungen in betroffenen Gemeinden, die laut Unternehmensangaben auf große Zustimmung stießen.
Weiterer Fahrplan: Letzter Schritt steht aus
Die ausstehende Ratifizierung durch das Parlament bildet den abschließenden Genehmigungsschritt vor Beginn der Bauarbeiten. Atlantic Lithium kündigte an, die Anteilseigner regelmäßig über Fortschritte zu informieren. Das Unternehmen zeige sich zuversichtlich, dass das Projekt im Einklang mit den wirtschaftspolitischen Zielen Ghanas realisiert werden könne.
