Ghana prüft Vertrag für erstes Lithiumprojekt des Landes

Vertrag zur Ratifizierung eingereicht
Atlantic Lithium teilte mit, dass der überarbeitete Minenvertrag für das Ewoyaa-Projekt dem Parlament zugeleitet und an den zuständigen Ausschuss verwiesen worden sei. Das Abkommen sichere dem Unternehmen das exklusive Recht, über einen Zeitraum von 15 Jahren Lithium im Gebiet Mankessim zu fördern. Die Vertragsdauer könne gemäß ghanaischem Recht verlängert werden. Der Vertrag sei nach Rücksprache mit dem Ministerium für Land und Naturressourcen überarbeitet worden. Die nun enthaltenen Änderungen zielten laut Unternehmen darauf ab, die Lizenzbedingungen an die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und den gültigen Mining Code Ghanas anzupassen.
Lizenzgebühren künftig marktabhängig
Im Zentrum der neuen Vertragskonditionen stehe ein gestaffeltes Lizenzgebührensystem, das sich an den Marktpreis für Spodumen orientieren soll, dem Gestein, aus dem Lithium gewonnen wird. Der Entwurf für eine gesetzliche Regelung ("Minerals and Mining (Royalty) Regulations, 2025") sieht folgende Staffelung vor:
-bis 1.500 USD/Tonne: 5 %
-1.501–2.500 USD/Tonne: 7 %
-2.501–3.000 USD/Tonne: 10 %
-über 3.000 USD/Tonne: 12 %
Diese Anpassung solle laut Unternehmensangaben eine faire Verteilung der Einnahmen zwischen Staat und Betreiber sichern, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu gefährden.
Ratifizierung durch Ausschuss erwartet
Nach der parlamentarischen Einreichung soll der Vertrag nun vom Ausschuss für Land, Forstwirtschaft und Bergbau geprüft werden. Dieser werde dem Parlament anschließend eine Empfehlung zur Ratifizierung vorlegen. Aufgrund der parlamentarischen Winterpause sei mit einer Entscheidung erst im neuen Jahr zu rechnen. Atlantic Lithium zeigte sich laut eigener Aussage zuversichtlich, dass das Projekt im Rahmen des vorgesehenen Prozesses ratifiziert werde. Man wies jedoch zugleich darauf hin, dass es keine Garantie für eine Zustimmung oder eine unveränderte Annahme der vorgeschlagenen Bedingungen gebe.
Weitere Schritte hängen von Parlamentsentscheid ab
Die endgültige Ratifizierung gilt als letzte Hürde vor Beginn der Bauphase. Nach Unternehmensangaben würde ein positiver Parlamentsbeschluss den Weg für abschließende Investitionsentscheidungen und Vertragsabschlüsse mit Abnahme- und Finanzierungspartnern ebnen. Die Unternehmensleitung kündigte an, dass Aktionäre über den weiteren Verlauf umgehend informiert würden.
