Logo axinocapital

Portal für Minenaktien & mehr

Gold & Minenaktien – steht jetzt der Durchbruch bevor?

Ist ein Aufwärtstrend für Gold und Goldminenaktien in Sicht?

Goldminenaktien sind derzeit bei Anlegern nicht grade beliebt. Gemessen am NYSE Arca Gold Miners Index fielen Goldaktien seit Jahresbeginn bis Ende Juli um 18,5 % und blieben damit hinter dem physischen Edelmetall, als auch hinter dem S&P 500. Vom jüngsten Höchststand des Index im August 2020 sind die Goldminenunternehmen extrem gefallen, nämlich um 42,5%. Damit sind wir sehr tief im Bärenmarkt angekommen und wollen analysieren, ob die Zeit für konträre Investoren schon reif ist, oder ob Anleger noch weiter abwarten sollten.

Was sind konträre Investoren?

Konträre Investoren laufen entgegen dem Trend. Während sich beispielsweise die ganze Welt für Cannabis Aktien interessierte, sind konträre Investoren bereits auf der Suche nach der nächsten Chance. Vor drei Jahren war das genauso im Lithium-Sektor. Das Investieren in Lithium-Aktien war völlig out und wurde von Investoren ignoriert, obwohl schon klar war, dass der Hype um Elektroautos eine rasante Nachfrage nach dem Alkalimetall mit sich bringen muss. Wer mutig war und sich den derzeit uninteressanten Sektor annahm, konnte nur wenige Jahre später vierstellige Renditen realisieren. 

Goldminenaktien wie Nova Minerals bekommen ihre sehr guten Ergebnisse im Kurs noch nicht honoriert

Doch wie sieht es nun mit Goldminen aus?

Hinter dem Investment Case steckt diesmal mehr als nur ein gutes Timing und Mut. Derzeit gibt es viele systemrelevante Risiken, welche ein Investment in physisches Gold und Goldminenaktien begünstigen könnten. Wir haben beispielsweise eine anhaltende Inflation, zudem droht der ganzen Welt eine Rezession. Hinzu kommt eine drohende Energiekrise und einen Krieg in Osteuropa, der sich noch zu einem Weltkrieg entfachen könnte.

Auch die Geschehnisse rund um China und Taiwan spitzen sich zu. Allein die Inflation im Zaum zu halten, wird keine leichte Aufgabe sein. Der historische Anstieg der Verbraucherpreise war wahrscheinlich jahrelang im Gange, was auf das ungezügelte und weltweite Gelddrucken der Zentralbanken zurückzuführen war. Das ganze zudem noch verbunden mit erheblichen Unterbrechungen der Lieferketten, die auf pandemiebedingte Verordnungen zurückzuführen waren.

Neben aggressiven Zinserhöhungen müssen möglicherweise ergänzende Sparmaßnahmen ergriffen werden, um die Nachfrage zu dämpfen. Wir dürfen gespannt sein, wie diese aussehen werden. Eines ist auf jeden Fall sicher, die hoch verschuldeten Staaten können mit hohen Zinsen gar nicht Leben! 

Ein Blick in die Historie des Goldpreises

Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Inflation letztmalig in den 1980er Jahren so hoch war, wie jetzt aktuell. Damals wurden ähnlich aggressive Maßnahmen der US-Notenbank ergriffen. Der Goldpreis schoss daraufhin drastisch in die Höhe, von 35 auf 850 USD.

Deflationiert man den Goldpreis mit dem CPI (Consumer Price Index), entspricht das nominale Hoch von 1980 (850 USD) einem heutigen realen Goldpreis von 2.300 USD je Feinunze Gold. Zieht man dagegen für die Inflationsbereinigung die Berechnungsweise heran, die 1980 galt, läge der reale Goldpreis laut Shadow Stats sogar bei 7.500 USD.

Normalerweise reagiert der Goldpreis in gegensätzlicher Beziehung zu den Zinsen. Wenn die Realzinsen negativ wurden, stieg das Edelmetall normalerweise im Preis, da Anleger Staatsanleihen zugunsten von Gold und anderen harten Assetklassen abgestoßen.

Derzeit sind die Realzinsen so negativ wie 1980, aber der Goldpreis ist noch weit von alter Stärke entfernt.  

Der Goldpreis war immer dann stark, wenn die realen Zinsen negativ waren (Quelle: Goldpreis.de)

Liegt die "Goldschwäche" am starken US-Dollar?

Ein Grund für den zögerlichen Goldpreis kann der starke US-Dollar sein. Gold wird überwiegend in USD gehandelt und eine starke Währung hält den Preis zurück. Anders sieht es beispielsweise in der Türkei aus. Durch die extrem schwache Währung macht der Goldpreis derzeit ein Allzeithoch nach dem anderen. 2018 lag die Unze dort noch bei knapp 5.000 Lira – inzwischen wird Gold in der Türkei über 32.000 Lira gehandelt. Aber auch der Goldpreis in Euro hat eine sehr gute Performance hingelegt.  

Sollte der US-Dollar wieder schwächeln, könnte der Goldpreis in USD auch neue Höchststände erreichen. Ob und wann es soweit ist, bleibt abzuwarten. 

Quelle: xe.com - Goldpreis in Türkischen Lira

Wie geht es nun weiter mit dem Goldpreis?

Noch ist es schwer zu sagen, welchen Kurs der Goldpreis mittelfristig einschlägt. Es sprechen fast alle äußeren Faktoren für einen Durchbruch des Goldpreises und auch Experten halten einen Anstieg auf 3.000 USD für möglich und sehen ein solches Szenario als durchaus realistisch an. Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich der Preis des Edelmetalls frei entfalten darf. Immer wieder werden Edelmetallpreise manipuliert und daher bleibt offen, ob der Preis sich wirklich verdoppeln wird, oder ob wir weiter an der Leine der Banken laufen müssen. 

Eines ist allerdings klar. Steigt der Goldpreis wieder deutlich an, werden unsere Junior Mining Companies davon extrem profitieren. Kurs-Verzehnfachungen bei den Goldminen oder Explorern sollten dann keine Seltenheit mehr sein. Die letzten gab es vom März - August 2020.   

Risikohinweis

Die AXINO Media GmbH veröffentlicht auf https://axinocapital.de Kommentare, Analysen und Nachrichten. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Des Weiteren ersetzen sie in keinster Weise eine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Es handelt sich hier ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um werbliche / journalistische Texte. Leser, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der AXINO Media GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers.

Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der AXINO Media GmbH und ihren Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird jedwede Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Artikel ausdrücklich ausgeschlossen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungshinweise.

Gemäß der Marktmissbrauchsverordnung (MiFiD II), dem §34b des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und dem §48f Abs. 5 des österreichischen Börsengesetzes (BörseG) möchten wir darauf hinweisen, dass die AXINO Media GmbH und/oder deren Mitarbeiter, verbundene Unternehmen, Partner oder Auftraggeber, Aktien des in diesem Artikel besprochenen Unternehmens halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenskonflikt besteht. Die AXINO Media GmbH und deren verbundenen Unternehmen behalten sich zudem vor, jederzeit Aktien des Unternehmens zu kaufen oder verkaufen. Darüber hinaus wird die AXINO Media GmbH von dem in diesem Artikel besprochenen Unternehmen für die Berichterstattung entgeltlich entlohnt. Dies ist ein weiterer, eindeutiger Interessenkonflikt, der hiermit offengelegt wird.