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Beim Goldpreis folgen Anleger einer ganz eigenen "Logik"

Seit mehr als einem Jahr steigt die Inflation. Sie steigt nicht nur in einem Land oder in einzelnen Sektoren der Wirtschaft, sondern zieht überall an. Auch an den globalen Finanzmärkten ist die Teuerung seit Mitte des vergangenen Jahres das beherrschende Thema. Gefragt danach, was der beste Inflationsschutz sei, nennen viele Investoren zu allen Zeiten traditionell das Gold.

Doch das Gold kann von der aktuellen Inflationsentwicklung nicht profitieren. In den letzten Monaten ist sein Preis deutlich zurückgekommen. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass das gelbe Metall sich von seinen Tiefstkursen im Juni inzwischen wieder rund 100 US-Dollar erholt hat.

Immer wieder ist daher zu lesen, dass das Gold als Inflationsschutz versagt habe. Das sind harte Worte, aber sei scheinen zumindest kurzfristig ihre Berechtigung zu haben. Woran liegt das? Verschiedene Gründe sind hier zu nennen. Einer der wichtigsten Gründe ist, dass der Goldpreis an den Finanzmärkten nicht auf die aktuelle Inflation reagiert, sondern auf die erwartete Teuerung in fünf Jahren für die nächsten fünf Jahre.

Es geht also nicht um die Inflation im August oder September 2022 auch nicht um die erwartete Inflation im nächsten Winter, wenn das Gas unbezahlbar wird, sondern um die Frage, auf welchem Niveau die Inflationsrate ab dem August 2027 für den Zeitraum bis August 2032 erwartet wird.

Eine bleibende Inflation kann/will sich noch niemand vorstellen

Für diesen Zeitraum wird aktuell eine Inflationsrate von 2,98 Prozent erwartet. Ganz ehrlich: Soll man jetzt in panischer Angst Gold kaufen, wenn in fünf Jahren für die nächsten fünf Jahre rund drei Prozent Inflation erwartet werden? Die Antwort der Anleger, egal ob privat oder institutionell, wird vermutlich von ihrem Ankerpunkt abhängen und als diesen darf man wohl zurecht die heutige Inflationsrate bezeichnen.

Diese liegt allerdings bei über acht Prozent in der Eurozone und sogar bei über neun Prozent in den USA. In Zukunft sollen es wieder nur drei Prozent sein. Und das soll ein Grund zur Panik sein? Die meisten Anleger werden an dieser Stelle gelangweilt abwinken und alles tun, nur nicht Gold kaufen.

Entsprechend schwach entwickelt sich derzeit der Goldpreis. Er folgt der Logik der Anleger und bleibt deshalb niedrig, auch wenn die Inflation seit einem Jahr zuvor nicht erwartete Bocksprünge vollzieht. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob das Gold als Inflationsindikator versagt hat oder nicht, sondern ob die Anleger mit ihrer niedrigen Inflationserwartung von rund drei Prozent für die Jahre 2027 bis 2032 derzeit richtig liegen.

Wie verlässlich ist unser heutiger Ausblick in die Zukunft?

Sollte sich hier in den kommenden Jahren eine andere Erwartungshaltung einstellen, wird auch der Goldpreis stark reagieren. Fällt die zukünftige Inflationserwartung, dürfte auch der Preis des Goldes fallen. Rechnen die Anleger hingegen mit deutlich mehr Inflation, wird auch der Goldpreis zwangsläufig steigen.

Auch eine andere Frage sollte man sich in diesem Zusammenhang durchaus stellen: Hat vor fünf Jahren, also im Jahr 2017, irgendjemand die heutigen Inflationsdaten korrekt vorhergesehen? Und wenn ja, haben die Anleger tatsächlich auf sie gehandelt und den Goldpreis so stark ansteigen lassen wie es ein Inflationsanstieg von unter zwei Prozent auf acht bis neun Prozent erwarten lassen sollte?

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