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axinocapital ist bekanntlich ein Fan von Rohstoffen, und das schon über 30 Jahre. Wir vertreten einige Unternehmen, die für nachhaltiges Lithium-Angebot zukünftig sorgen können.

Die aufkommende Elektromobilität und der Klimawandel sind mittlerweile in aller Munde, doch den Preis für einen seiner wichtigsten Rohstoffe, das Lithium, haben dennoch nur die Wenigsten im Blick. Dabei ist nicht einmal Desinteresse der entscheidende Grund.

Viel entscheidender ist, dass es bei diesem Schlüsselrohstoff der Elektromobilität anders als beim Öl- oder Goldpreis keine transparente Methode der Preisfindung gibt. Lithium wird nicht wie das Öl, der Weizen oder Gold und Silber an Börsen gehandelt, sodass jeder seine tägliche Preisentwicklung leicht nachverfolgen könnte.

Ausgehandelt wird der Lithiumpreis eher im Verborgenen in direkten Liefer- und Abnahmeverträgen zwischen den Anbietern und den Verbrauchern. Ein solcher Vertrag wurde kürzlich zwischen dem chinesischen Automobilhersteller BYD und einem Unternehmen der Spezialchemie geschlossen. Er hat die Branche aufhorchen lassen.

Preisanstieg um 33 Prozent in wenigen Wochen

Geordert haben die Chinesen eine Lieferung von 8.000 Tonnen. Aus einer nur wenige Wochen zurückliegenden ähnlichen Vereinbarung wusste der Markt, dass pro Tonne 39.300 US-Dollar gezahlt worden waren. BYD sah sich in den jetzt abgeschlossenen Verhandlungen jedoch genötigt, für die Tonne 52.000 US-Dollar auf den Tisch zu legen.

Eine besonders schlechte Verhandlungsführung sollte man den Chinesen an dieser Stelle lieber nicht unterstellen. Ebenso wenig sollte man noch einen Pfifferling auf den auf vielen Portalen im Internet noch genannten früheren Lithiumpreis von 11.700 Euro pro Tonne geben. Er ist nicht einmal mehr Schnee von gestern.

Unterstellen sollte man den Managern von BYD vielmehr, dass diese gewillt sind, ihre Autoproduktion auf jeden Fall aufrechtzuerhalten. Dazu wird innerhalb der Batterien zwingend Lithium benötigt, koste es, was es wolle. Gerade die Corona-Pandemie hat die Fahrzeughersteller in den letzten Monaten schmerzlich gelehrt, was es heißt, wenn ein 40.000 Euro teures Fahrzeug nicht ausgeliefert werden kann, weil ein 50 Cent teures Schloss für die Heckklappe nicht rechtzeitig geliefert wurde.

Derartige Lieferschwierigkeiten wird beim Schlüsselrohstoff Lithium kein Konzern gerne erleben wollen. Die jüngste Kaufentscheidung von BYD zeigt daher auch allen Außenstehenden, dass der (Preis)Krieg um das weiße Gold des 21. Jahrhundert nicht nur begonnen hat, sondern bereits voll im Gange ist.


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