Auch wenn viele Klimaaktivisten gerade einen anderen Traum träumen, so gilt doch die unverrückbare Wahrheit, dass Rohstoffe nicht einfach so vom Himmel fallen. Sie müssen mühsam gesucht, gefunden und schließlich auch gefördert werden. Dies alles benötigt nicht nur viel Zeit, sondern auch einen hohen Kapitalaufwand, der von risikobereiten Investoren zur Verfügung gestellt werden muss.     

Fehlt dieser Mut zum Risiko, kommen selbst beste Projekte über Jahre hinweg nicht von der Stelle. Es tut sich dann im schlimmsten Fall über Jahre hinweg gar nichts. Diese Zeit hat unsere Welt allerdings nicht mehr, wenn man es mit dem Klimawandel wirklich ernst meint, denn die angestrebte Dekarbonisierung unserer Mobilität und Wirtschaft, steht und fällt mit der ausreichenden Verfügbarkeit von bestimmten Rohstoffen.

Schon heute ist klar, dass überall auf der Welt zahlreiche Rohstoffprojekte nun finanziert und in Produktion gebracht werden müssen, damit unsere Räder nicht eines Tages aus Mangel an Rohstoff stillstehen werden. Nicht gebrauchen kann die Welt dabei politische Experimente, die am Ende zu einem verlorenen Jahrzehnt führen könnten. Aber genau sie drohen derzeit.

Dieser Mann gefährdet das Klima und Ihren Wohlstand
In Chile hat der Sozialist Gabriel Boric Ende letzten Jahres die Präsidentenwahl gewonnen. Diese durchaus alarmierende Nachricht ging hier in Europa fast vollkommen unter. Zu allgegenwärtig ist die Hysterie um Corona und die drohende Omikron-Katastrophe. Außerdem ist man viel zu beschäftigt damit, das Klima und damit quasi die Welt zu retten.

Doch gerade die Klimaaktivisten sollten bei der Nachricht über Borics Wahl zum chilenischen Präsidenten extrem hellhörig werden, denn der 35-jährige ehemalige Studentenaktivist könnte ihren Klimaschutzaktivitäten ganz gehörig in die Parade fahren, um nicht zu sagen, sie massiv sabotieren.

Der Grund für diese pessimistische Einstellung ist Gabriel Borics ablehnende Haltung zum Bergbau. Im Wahlkampf hat er angekündigt, hart und entschieden gegen die chilenische Bergbauindustrie vorzugehen. Diese Ankündigung ist für jeden Klimaaktivisten Grund genug, nun nervös zu werden, denn in Chile steht der Bergbau für rund elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes.

Ohne Kupfer und Lithium keine Elektromobilität
Abgebaut werden im Andenstaat insbesondere die Rohstoffe Kupfer und Lithium. Beide sind unverzichtbar, wenn die angestrebte Dekarbonisierung der Welt gelingen soll. Auf den Punkt gebracht muss sich unsere Welt entscheiden zwischen Kohle, Öl und Gas auf der einen Seite und Metallen und Mineralien auf der anderen Seite. Beides gleichzeitig ablehnen und in Grund und Boden verdammen geht nur um den Preis, den Rohstoff- und Energieverbrauch der heutigen Bevölkerung wieder auf das Maß des Mittelalters zurückzuführen.

Beim Kupfer hat die Welt auch ohne den Schwenk hin zur Elektromobilität in den nächsten zwanzig Jahren ein gewaltiges Problem, denn die großen Kupferminen in Chile werden in 10 bis 15 Jahren erschöpft sein. Sofern nicht davon ausgegangen wird, dass neues Kupfer zufällig und in ausreichender Menge vom Himmel fällt, müssen die erschöpften Lagerstätten beizeiten durch neue ersetzt werden.

Das benötigt Zeit, die im Grunde schon nicht mehr zur Verfügung steht, denn im Bergbau vergehen je nach Größe des Projekts zwischen zehn bis 15 Jahre, ehe eine Mine aufgebaut und in Produktion gebracht ist. Werden die aktuellen Pläne etwa der Europäischen Union jedoch nur ansatzweise umgesetzt, wird das heute verfügbare Kupfer und Lithium nicht annähernd ausreichen, um den massiv steigenden Bedarf zu decken.

Zerstörerischer Klimafeind oder sozialistischer Renditeturbo?
Sozialistische Präsidenten, die an dieser Stelle meinen, dem Bergbau zusätzliche Steine in den Weg legen zu müssen, sind deshalb die Gewähr dafür, dass ehrgeizige Pläne vor die Wand gefahren werden. Denn selbst wenn es Gabriel Boric nur gelingen sollte, neue Kupfer-Projekte zu verzögern, wäre der Schaden enorm, weil gar nicht das Kupfer zur Verfügung stehen wird, das nötig ist, um den Schwenk hin zur Elektromobilität vollziehen zu können.

Klimaaktivisten und Rohstoffanleger, die in Chile investiert sind oder dies tun wollen, könnte Gabriel Boric in den kommenden Jahren in so manchen Nächten um den Schlaf bringen. Für Anleger, die in alternative Kupfer- oder Lithiumprojekte außerhalb des Andenstaats investieren, könnte sich der sozialistische Rohstoffgegner hingegen unfreiwillig zu einem wahren Renditeturbo entwickeln.

Dies vor allem dann, wenn die Welt die drohende Gefahr erkennt und zu handeln beginnt. In diesem Fall ist ein Run auf Lithium- und Kupferprojekte außerhalb von Chile zu erwarten. Profitieren könnten unter anderem das Lithiumprojekt von Nova Minerals Beteiligung Snow Lake Resources und das Carmacks Kupferprojekt von Granite Creek Copper.

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