Die institutionellen Anleger haben in der Zwischenzeit ihre Bücher geschlossen. Für sie ist das Jahr 2021 Geschichte, auch wenn noch ein paar Tage bis zum Jahreswechsel verbleiben. Viele Anleger werden sie dazu nutzen, sich Gedanken machen über das neue Jahr im Allgemeinen und die Strategie, mit der sie auf die Herausforderungen von 2022 reagieren wollen, im Besonderen.     

Dass 2022 eine nahtlose Fortsetzung von 2021 wird, ist möglich, aber nicht unbedingt die wahrscheinlichste Annahme. An der Börse standen in den Jahren 2020 und 2021 vor allem Impfhersteller und Corona-Gewinner im Mittelpunkt. Schon allein aus gesundheitlichen Aspekten kann niemand wünschen, dass sich daran im neuen Jahr nichts ändern wird.

Auch die Versorgungsengpässe und die in vielen Bereichen zu beobachtende Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten wird sich im Lauf des neuen Jahres ändern. Gewiss, die ersten Monate könnten sich in vielen Bereichen noch sehr stark nach einer Fortsetzung des aktuellen Jahres anfühlen, doch eine 1:1 Kopie des Jahres 2021 dürfte 2022 vermutlich nicht werden.

Ein Ende des Chipmangels wird vieles verändern
Auch die Anleger, egal, ob institutionelle oder private, sind daher gut beraten, ihre Strategien für das neue Jahr zu überdenken und ggf. an die veränderte Lage anzupassen, denn dass die in 2021 sehr gut gelaufenen Aktien der Öl- und Gasproduzenten auch im neuen Jahre eine ähnliche Rallye starten werden, ist eher unwahrscheinlich.

Auch das Thema Onlinehandel könnte für die Anleger wieder an Attraktivität verlieren. Von der Inflation ist zu erwarten, dass sie sich aufgrund der Basiseffekte, also der Wiederanhebung der Mehrwertsteuer und der Einführung der CO2-Bepreisung zu Anfang dieses Jahres zunächst wieder etwas abschwächen wird. Dennoch dürfte uns das Thema Teuerung auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben.

Hiervon wird letztlich auch das Gold profitieren. Seine Performance dürfte im Inflationsjahr 2021 nicht nur viele Goldbugs enttäuscht haben. Doch abgerechnet wird wie immer zum Schluss und sollte die Allgemeinheit erkennen, dass die Inflation nicht das vorübergehende Thema darstellt, als das sie im diesem Jahr lange Zeit bezeichnet wurde, dürfte auch die Nachfrage nach dem gelben Metall schnell wieder anziehen.

Die verprügelten Hunde von heute haben gute Chancen, die großen Stars von morgen zu werden
Und kommt das Gold erst einmal wieder in die Gänge, dürften in seinem Schlepptau nicht nur das Silber, sondern auch die Aktien der Gold- und Silberproduzenten schnell wieder an Attraktivität gewinnen. In diesem Segment sind dann durchaus extrem hohe Kursanstiege zu erwarten, denn sollte hier eine Rallye beginnen, startet sie in jedem Fall von einem ausgesprochen niedrigen Kursniveau aus. Das ist schon immer eine der Grundvoraussetzungen für extrem hohe Kursanstiege gewesen.

Bleiben noch die Branchen und Sektoren, die in 2021 so gar nicht in die Gänge kommen wollten. Hier gibt es durchaus Aufholpotential. Etwa bei den Rohstoffen, die aufgrund der Lieferengpässe in den vergangenen Monaten eher schwach nachgefragt wurden. Zu ihnen gehören die Metalle der Platingruppe, allen voran das Palladium und das Platin. Ihr Haupteinsatzgebiet sind die Autokatalysatoren.

Ohne Chips werden von den Automobilproduzenten allerdings weder Heckschlösser noch Abgasreinigungssysteme benötigt. Das erklärt die schwache Nachfrage in 2021. Sollte sich der Chipmangel im nächsten Jahr jedoch wieder auflösen und die Fahrzeugproduktion auf alte Niveaus ansteigen, wird zwangsläufig auch die Nachfrage nach Platin und Palladium anziehen, auch wenn viele Klimaschützer lieber heute als morgen nur noch Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen sehen möchten.

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